MIETERHÖHUNG BIS ZUR ORTSÜBLICHEN VERGLEICHSMIETE

§ 558. Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete.
 

  1. Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit fünfzehn Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden. Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 werden nicht berücksichtigt.
  2. Die ortsübliche Vergleichsmiete wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage in den letzten vier Jahren vereinbart oder, von Erhöhungen nach § 560 abgesehen, geändert worden sind. Ausgenommen ist Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist.
  3. Bei Erhöhungen nach Abs. 1 darf sich die Miete innerhalb von drei Jahren, von Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 abgesehen, nicht um mehr als zwanzig vom Hundert erhöhen (Kappungsgrenze).


§ 558 a. Form und Begründung der Mieterhöhung.
 

  1. Das Mieterhöhungsverlangen nach § 558 ist dem Mieter in Textform zu erklären und zu begründen.
  2. Zur Begründung kann insbesondere Bezug genommen werden auf
  1. einen Mietspiegel (§§ 558 c, 558 d),
  2. eine Auskunft aus einer Mietdatenbank (§ 558 e),
  3. ein mit Gründen versehenes Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen,
  4. entsprechende Entgelte für einzelne vergleichbare Wohnungen; hierbei genügt die Benennung von drei Wohnungen.
Bitte beachten Sie

Die Miete darf innerhalb von 3 Jahren um höchstens 20 prozent angehoben werden ( bisher 30 %)

Haben Sie im Mietvertrag eine Staffelmiete vereinbart, lesen Sie

 Staffelmiete