HEIZ- UND WARWASSERKOSTEN

Bei der Erfassung und Abrechnung der Kosten für Zentralheizung und Warmwasser gibt es für die einzelnen Wohnungsarten in der Regel keine Unterschiede. Die Vermieter müssen sich nach der Heizkostenverordnung richten. Die sieht u. a. vor, dass an allen Heizkörpern Geräte zur Wärmeerfassung angebracht sein müssen, damit die Kosten gerechter verteilt werden können und ein finanzieller Anreiz zur Einsparung von Heizenergie besteht. Die anfallenden Heiz- und Warmwasserkosten müssen mindestens zu 50 % verbrauchsabhängig" abgerechnet werden. Der Vermieter kann diesen Prozentsatz aber eigenverantwortlich bis auf 70 % festlegen.  In der Regel erfolgt die Umlage der Kosten dann entsprechend der Wohn- bzw. Heizfläche.

Bringt ein Vermieter trotz Verpflichtung an den Heizkörpern keine Geräte zur Verbrauchserfassung an, hat der Mieter das Recht, den auf ihn entfallenden Anteil der Heiz- und Warmwasserkosten um 15 % zu kürzen.

Was gehört alles zu den Heizkosten

Es sind nicht nur die Kosten für die Brennstoffe (Gas, Öl oder Kohle), die sich auf die spätere Heizkostenabrechnung niederschlagen. Jede zentrale Heizanlage verbraucht Strom, auch Bedienungskosten fallen an. Zu den Heizkosten gehören auch die Aufwendungen für die regelmäßige Überprüfung der Betriebsbereitschaft und -sicherheit der Anlage und ihre Einstellung durch einen Fachmann. Geld kosten auch: die notwendige Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes der Heizung, die nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vorgeschriebenen Messungen, die Verbrauchserfassung, Berechnung und Aufteilung auf die einzelnen Mieter.

Was gehört alles zu den Warmwasserkosten

Die Kosten für die Wassererwärmung entsprechen denen bei den Heizkosten. Neben den Verbrauchskosten zählen dazu die Grundgebühren und die Zählermiete, die Kosten für eventuelle Zwischenzähler sowie den Betrieb einer hauseigenen Wasserversorgungsanlage (Pumpen etc.) und einer Wasseraufbereitungsanlage einschließlich der dafür benötigten Aufbereitungsstoffe.
 


Die Abrechnung muss auch für den Nicht-Fachmann verständlich sein und folgende Punkte detailliert aufführen:

Für welchen Zeitraum die Abrechnung gilt, wie viel Brennstoff der Vermieter zu welchem Preis bezogen hat, wie viel Brennstoff am Beginn und am Ende der Heizperiode noch vorhanden war. Ferner muss der Vermieter die "sonstigen Kosten" genau aufschlüsseln, also z. B. Stromkosten, Wartungskosten, Reinigungskosten usw.

Ist Ihnen die Abrechnung unverständlich und haben Sie Zweifel an der Richtigkeit, dann haben Sie das Recht, beim Vermieter alle Unterlagen einzusehen. Wenn Sie die Fotokopier- und Portokosten tragen, können Sie auch die Zusendung der Unterlagen verlangen.